Logo, Schild und Flyer "Kindernotfallsprechstunde"

Im Zollernalbkreis gab es 2017 eine lebhafte Debatte über die Pläne der Kassenärztlichen Vereinigung, die ortsansässigen Kinderärzte am Wochenende und an Feiertagen an die Portalpraxen Reutlingen und Tübingen zu beordern. Innerhalb einer kurzen Zeit formierte sich aus der Bürgerschaft Widerstand, da Familien ein nachvollziehbares Interesse daran haben, im Notfall ohne lange Wartezeiten und weite Anfahrtswege ärztliche Hilfe für ein krankes Kind zu erreichen. Der Landkreis setzte sich ebenfalls für eine praktikable Alternativlösung ein. Schließlich erreichten Bürgerinitiative, Landrat und einige Kinderärzte, dass eine Kindernotfallsprechstunde in Albstadt eingerichtet werden konnte. Einen Artikel von mir über die Entwicklung der Debatte um die Notfallversorgung für Kinder kann hier auf der Onlinepräsenz des Albmag nachgelesen werden.

 

Zur Bekanntmachung der Notfallsprechstunde im Zollernalbkreis und dem ebenfalls betroffenen Landkreis Sigmaringen wurden Flyer gebraucht, außerdem ein Schild für die Fassade des Emma-Beck-Hauses (beim Zollernalb-Klinikum in Ebingen). Ein Logo hatte die Bürgerinitiative sich bereits gegeben, allerdings war es lediglich eine schnelle Zeichnung von Hand (siehe unten). Ich habe auf dieser Grundlage nach Wunsch der Auftraggeber ein professionelles Logo erstellt und gespendet.

 

Das Logo sollte zum einen professionell wirken, andererseits aber für die Menschen, die die ursprünglich von Hand skizzierte Version kannten, wiederzuerkennen sein. Ich habe mich daher an der Grundform orientiert und versucht, den visuellen Charakter einer (Kinder-)Zeichnung zu transportieren. Da es sich um ein Angebot für Kinder handelt, entschied ich mich für eine spielzeugartige Anmutung, die dennoch seriös genug wirkt. Das Blaulicht des Krankenwagens hebt sich aus diesem Grund vom Flatdesign-Ansatz des übrigen Signets ab. Die runde, rote Form erzeugt zusätzlich Aufmerksamkeit und bietet sich im Zusammenhang mit Kindern an.

 

Der Flyer sollte die Einsatzzeiten und den Ort der Kindernotfallsprechstunde publik machen. Er liegt bei den Kinderärzten und an anderen, öffentlich zugänglichen Stellen aus. Das Format wurde vom Kunden vorgegeben. Vom Logo ausgehend entschied ich mich für runde Formen und die Farben Rot und Blau, ergänzt durch Schwarz und Weiß. Um zu verdeutlichen, wo die Kindernotfallsprechstunde stattfindet, habe ich ein Foto des Emma-Beck-Hauses integriert, so dass die Familien eine zusätzliche Orientierungshilfe haben. Diese Perspektive ist von der Straße aus gut zu sehen. Das silbergraue Element mit Farbverlauf nimmt zum einen den gestalterischen Stilbruch im Logo wieder auf (das plastisch wirkende Blaulicht), stellt zum anderen aber auch die Verbindung zum metallenen Hintergrund des Türschilds her.

 

Format und Größe, sowie das Material des Schildes wurden vom Kunden vorgegeben. Die grundsätzlichen Erwägungen stimmen mit meinen Entscheidungen hinsichtlich des Flyers überein (der nach dem Schild entstand). Wichtig war mir zudem, dass für die möglicherweise gestressten Eltern/Patienten schon aus der Entfernung lesen können, wo die Kindernotfallsprechstunde stattfindet (Fernwirkung). Die Öffnungszeiten wollte ich so präsentieren, dass sie unübersehbar sind. Der deutlichste Kontrast zu schwarzes Schrift ist ein weißer Hintergrund; Weiß auf Rot lässt sich ebenfalls gut erkennen und verweist zudem auf medizinische Hilfe (Rotes Kreuz).